Aktuelles/Presse

Organische Elektronik – sächsische Spitzenforschung ist international

Drei internationale Kooperationsprojekte in Japan vorgestellt

Vertreter des Innovationsclusters Organic Electronics Saxony (OES) diskutieren in Tokio (Japan) drei anwendungsbezogene Kooperationsprojekte. Im Rahmen der BMBF-Maßnahme „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“ wird eine intensive Partnerschaft der beiden Regionen gefördert.

In den drei Projekten werden innovative, marktorientierte Demonstratoren entwickelt, um die Kommerzialisierung organischer, flexibler und gedruckter Elektronik zu forcieren.

Im Einzelnen geht es um:
•             3D-Elektronik: Funktionale Elektronik auf beliebig geformten Oberflächen

•             OLED-OPV basierte Systeme zur Integration in druckbaren Erzeugnissen

•             OLED auf Dünnglas

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka traf bereits im letzten Jahr auf das Partnernetzwerk in Japan und ließ sich vor Ort in die Thematik einführen. „Deutschland soll auch in Zukunft Weltspitze beim Export von Hightech-Gütern sein. Daher fördern wir die weltweite Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft.“, war die Aussage Wankas, als Mitte 2015 auf deutscher Seite die Projekte der Konzeptionsphase als Bestandteil des Aktionsplans „Internationale Kooperation“ des BMBF ausgewählt wurden.

„Die Internationalisierung japanischer Forschungseinrichtungen und speziell auch von KMUs ist eine Priorität der japanischen Innovationspolitik. Im Rahmen der bilateralen Clusterkooperation finden deutsche und japanische Interessen perfekt zueinander“ so Ingo Höllein, Leiter des Referats Wissenschaft und Technologie an der Deutschen Botschaft in Tokio.

 Mehr als 30 Partner aus Japan und Deutschland arbeiten in dieser einzigartigen Kooperation zusammen. Aus den komplementären Kompetenzen der beiden Länder werden große Synergien erwartet, gerade in dieser Hochtechnologie verspricht man sich daraus entscheidende Vorteile. So werden beispielsweise die weltweit erste Solarzellen aus organischen Materialien in Dresden entwickelt und produziert, in Japan hingegen sind Displays und Lichtelemente aus organischen Leuchtdioden (OLEDs), die auch flexibel gestaltet werden können, bereits in Produktion.
Eines der 3 Projekte legt den Fokus genau auf dieses Thema. „Es geht um die Realisierung von interaktiven Werbeelementen mit OLEDs als Anzeigeelemente und organischen Solarzellen als regenerative Energiequelle. Die Elektronik soll dabei direkt auf Papier gedruckt werden. Derart innovative und mit herkömmlicher Elektronik nicht realisierbare Produkte werden völlig neue Konzepte für die Verpackungsindustrie und Printmedien ermöglichen.“ erläutert Dr. Christian Körner, Projektkoordinator bei OES

 Mit etwa 100 Teilnehmern findet in Tokio ein intensiver Austausch der Projektpartner im Symposium „Organic Electronics and Nano Materials for Energy“ statt.

„Wir möchten die auf technologische Kompetenz und Vertrauen basierende Zusammenarbeit mit den Japanern ausbauen und weitere Industriepartner für die Kooperation mit Sachsen gewinnen“, sagt Dr. Dominik Gronarz, Geschäftsführer bei OES. „Zudem freuen wir uns sehr, dass durch die Teilnahme des sächsischen Wirtschaftsministers, Martin Dulig, und des Geschäftsführers der Wirtschaftsförderung Sachsen, Peter Nothnagel, das große Interesse der Staatsregierung an unserer Technologie und unserem Netzwerk zum Ausdruck gebracht wird. Nicht zuletzt mit Hilfe des BMBF und der deutschen Botschaft in Tokio ist es uns gelungen, auf oberster Ebene Gespräche mit dem japanischen Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium  zu organisieren. Die Gespräche haben das Ziel, für die organische, flexible Elektronik eine langfristige, strategische Allianz zwischen Japan und Deutschland zu etablieren.“, so Gronarz weiter.

Auf der bedeutendsten internationalen Fachmesse für Nanotechnologie „nano tech 2017“ wird OES wieder die vielfältige sächsische Hochtechnologie präsentieren. Auf über 200 qm präsentieren die Sachsen innovative Produkte und Ergebnisse der organischen und flexiblen Elektronik. „Unsere Partner der Yamagata Universität zeigen auf ihrem eigenen Stand ihre neuesten Demonstratoren und Entwicklungen. In Abstimmung miteinander möchten wir so den Fachbesuchern das große Potential der organischen und flexiblen Elektronik präsentieren.“ nochmal Gronarz.

 Unterstützung bei der Organisation der Reise erhält OES von der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS). Peter Nothnagel, WFS-Geschäftsführer, erklärt: „Mit seinen 200 Nanotechnologie-Akteuren gehört Sachsen heute zu den Top 5 der Nanotechnologie-Standorte in Deutschland. Auch in Japan genießen unsere Unternehmen und Forschungseinrichtungen einen sehr guten Ruf. Deswegen ist die Reise nach Japan sowie die Teilnahme an der nano tech schon sächsische Tradition.“


Ablauf der Kooperationswoche in Japan

·         Interkultureller Workshop „Typisch Japanisch – Typisch Deutsch“

·         Projektmeetings der Kooperationspartner

·         Symposium „Organic Electronics and Nano Materials for Energy“

·         Präsentation auf der Internationalen Messe und Konferenz für Nanotechnologie „nano tech 2017“, 15.02.-16.02.2017

·         Gemeinsame Gespräche zwischen Sächsischem Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Martin Dulig und Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft und Industrie, METI und dem Kultus- und Wissenschaftsministerium MEXT, in Japan

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Organic Electronics Saxony

Jitka Barm

Tel.: +49 351 46677180

barm@oes-net.de

 

Mitreisende Partner des Netzwerkes OES

Contronix GmbH
Entwicklung elektronischer Baugruppen für Industrie, Wissenschaft und Forschung

www.contronix.de

CreaPhys GmbH
Vakuum-Dünnschichttechnologie, Materialreinigung, Opto-Elektronik

www.creaphys.de

Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme (ENAS)
Smart Systems Integration, MEMS / NEMS, Waferbonden, gedruckte Funktionalitäten, Zuverlässigkeit, Charakterisierung und Test

www.enas.fraunhofer.de

Fraunhofer Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP)
Elektronenstrahltechnologie, Puls-Magnetron-Sputtern und Plasma-aktivierte Hochratebedampfung

www.fep.fraunhofer.de

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS)

www.iws.fraunhofer.de

INURU

organischen Leuchtdioden auf Papier
www.inuru.de

VON ARDENNE GmbH
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Investitionsgütern für industrielle Vakuumprozesse.

www.vonardenne.de

WOLFRAM Design/Engineering
Innovation braucht Design

www.wolframdesign.de

 

Über das Projekt

Das Bundesforschungsministerium unterstützt das sächsische Projekt „Organische Elektronik: Kommerzialisierung durch Internationalisierung des Netzwerks Organic Electronics Saxony“. Die Internationalisierung von Clustern und Netzwerken ist Bestandteil der neuen Hightech-Strategie, mit der die Bundesregierung aus Ideen Innovationen macht und Verbindungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft knüpft. Gleichzeitig ist sie ein Baustein im Aktionsplan „Internationale Kooperation“ des BMBF. So werden Zukunftschancen und die Arbeitsplätze von morgen geschaffen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.cluster-networks-international.de

 

Über organische, gedruckte, flexible Elektronik

Im Gegensatz zur klassischen Elektronik ist organische Elektronik ultradünn, extrem leicht, transparent, flexibel und hat eine exzellente Umweltbilanz. Dadurch sind völlig neue Anwendungen möglich. Das Design und die Funktion von bekannten elektronischen Geräten wird sich nachhaltig verändern können. Derzeit wird organische Elektronik kommerziell in organischen Leuchtdioden (OLED) genutzt. Trotz der bahnbrechenden Entwicklungen in Sachsen und Deutschland werden OLEDs fast ausschließlich von asiatischen Unternehmen in Displays von Smartphones und Highend-Fernsehgeräten eingesetzt. Auch wenn in diesen Geräten sächsisches Know-how, Anlagen und Materialien zum Einsatz kommen, wird in Europa bisher noch kein weiteres Bauteil in Massenproduktion gefertigt.

 

Über Organic Electronics Saxony

Organic Electronics Saxony (OES) ist Europas führendes Cluster für organische Halbleiter. OES versteht sich als technologische Austauschplattform der innovativsten Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der organischen, flexiblen und gedruckten Elektronik. Das strategische Ziel ist die kontinuierliche Entwicklung des Knowhows um aus den Vorteilen der Technologie neue Anwendungsideen zu generieren und im Vergleich zur klassischen Elektronik konkurrenzfähige Produktentwicklungen voranzutreiben.

Weitere Informationen: www.oes-net.de

Die Dresdner Neuste Nachrichten schrieben am 7. Februar:

Dulig will in Japan für Sachsen werben

Wirtschaftsminister besucht auch Messe Nanotech 2017
DRESDEN. Begleitet von einer mehr als 40- köpfigen Delegation will Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) in der   kommenden Woche in Japan für Investitionen in Sachsen werben. In Tokio, Kobe und Kyoto wolle er sich mit  Unternehmensvertretern treffen, um zu erfahren, was schon bisher gut laufe „oder was wir besser machen können“,
erläuterte Dulig gestern in Dresden das Anliegen seiner Reise. Japan sei nach China immerhin der zweitwichtigste Wirtschaftspartner des Freistaats in Asien.

„Wir haben einige Investoren aus Japan hier in Sachsen. Die wollen wir natürlich auch weiterhin pflegen, weil wir uns  auch wünschen, dass sie sich nicht nur zum Standort Sachsen bekennen, sondern eben auch ihre Unternehmen  hier ausbauen und stärken“, sagte Dulig. In den ersten drei Quartalen des zurückliegenden Jahres     seien Waren und Dienstleistungen im Wert von knapp 613 Millionen Euro nach Japan verkauft worden. Der Wert der   Importe habe bei knapp 615 Millionen Euro gelegen. Fast 5700 Menschen seien im Freistaat in Unternehmen japanischer Investoren beschäftigt. Schwerpunkte seien dabei die Biomedizin, Mikroelektronik sowie die Halbleiter, IT-, Automobil- und Zulieferindustrie. Im Zuge der Reise wird Dulig ebenfalls der weltgrößten Messe für Nanotechnologie Nanotech 2017, die vom 15. bis 17. Februar im International Exhibition Center in Tokio stattfindet, einen Besuch abstatten. „Wir präsentieren dort elf sächsische Unternehmen. Aber wir wollen natürlich auch diese Messe nutzen, um zu schauen, wo die Trends weltweit hinlaufen, um eben auch dort mithalten zu können“, sagte der Minister.

Die Sächsische Zeitung schrieb am 7. Februar 2017

Investorenpflege und echtes Sushi

Sachsens Wirtschaftsminister und sein Gefolge treffen nächste Woche in Japan jene, die schon lange imF reistaat unterwegs sind.

Von Michael Rothe

Dresden. "Ich will endlich wissen, sie Sushi wirklich schmeckt", nennt Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig ein Ziel seiner ersten Japan-Reise in der kommenden Woche. Allerdings rangiert das Anliegen erst auf Platz vier seiner Liste. Wichtiger sind dem SPD-Politiker und seinem 42-köpfigen Gefolge aus Politik und Wirtschaft die Kontaktpflege zu bereits im Freistaat agierenden japanischen Firmen, ein Besuch der Nanotech - weltgrößte Messe für Nanotechnologie - und nebenbei noch etwas Tourismuswerbung für Sachsen.

Die Visite vom 12. bis zum 18. Februar in Tokio, Kobe und Kyoto führt die Reihe der gegenseitigen Delegationsbesuche seit 1992 fort. "Japanische Unternehmen investieren seit über 20 Jahren im Freistaat", sagt Dulig. Mit rund 40 Firmenbeteiligungen und zehn Servicestandorten sei das Land der aufgehenden Sonne wichtigster asiatischer Investor sowie verlässlicher Partner und Arbeitgeber für derzeit 5678 Menschen in Sachsen. Jetzt wolle er sich vor Ort erkundigen, "wie zufrieden die Geldgeber mit ihren Engagements sind, und was wir besser machen können".

Laut Peter Nothnagel, Chef der landeseigenen Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, braucht es lange, um mit Japanern warm zu werden. "Aber einmal überzeugt, sind sie treue Partner." Beispiele seien die Autozulieferer Takata mit hierzulande 720 Mitarbeitern in drei Betrieben und die TD Deutsche Klimakompressor GmbH in Bernsdorf mi 750 Beschäftigten. Sachsens Außenhandelsbilanz mit Japan ist ausgeglichen: Bis Ende September standen Exporte im Wert von 613 Millionen Euro und Importe für 615 Millionen Euro in der Jahresbilanz 2016 - das sind Zuwächse um fünf und neun Prozent. In beiden Richtungen dominieren Autos und Maschinen.

Wie echtes Sushi schmeckt, wird Dulig aber erst einen Tag später als geplant erfahren. Da er Sonntag in der Bundesversammlung Frank-Walter Steinmeier (SPD), "meinen Mentor", zum Bundespräsidenten wählen will, fliegt er einen Tag später ein.

 

 




Kontakt:
Organic Electronics Saxony Management GmbH
Würzburger Straße 51
D-01187 Dresden

Telefon: +49 (0) 351 46677180
Fax: +49 (0) 351 46677188